17. Januar bis 9. Februar 2020 | Foyer

Ausstellung anlässlich des einhundertsten Geburtstages

Detmolder Sommertheater zeigt Werke des Detmolder Malers Gert Bleckmann

 

 „In memoriam Gert Bleckmann: Ein vielseitiger Detmolder Maler 1920–1995“ lautet der Titel der Ausstellung, die das Detmolder Sommertheater anlässlich des einhundertsten Geburtstages des Künstlers zeigt. Ausgestellt sind Radierungen, Zeichnungen, Pastelle, Aquarelle, Gouachen sowie Arbeiten in Öl.

 

Bleckmann, geboren am 18. Januar 1920 in Detmold, zeigt schon früh künstlerische Interessen und Begabungen. Nach Abschluss der Schulzeit absolviert er ein lithographisches Volontariat und nutzt 1941 nach einer Kriegsverwundung die Chance, zumindest für ein Semester ein Studium an der Werkkunstschule in Bielefeld aufzunehmen. Zurück aus Krieg und sowjetischer Gefangenschaft, setzt er 1946 in Osnabrück bei dem Maler und Zeichner Walter Hobein sein Studium fort. In dieser Zeit entsteht eine Reihe von Zeichnungen, Aquarellen, Holzschnitten auch Arbeiten in Öl. Bis etwa 1950 versucht der junge Künstler auf diese Weise auch, das Kriegs- und Nachkriegserlebnis zeichnerisch und grafisch aufzuarbeiten.

 

Nach Gründung einer Familie tritt das künstlerische Schaffen jedoch in den Hintergrund: Der 30-Jährige durchläuft eine Lehre als Maurer und schließt sodann ein Studium zum Bauingenieur ab. Von 1957 bis 1983 ist er in der Bauabteilung des Landesverbandes Lippe tätig.

 

Gegen Ende seiner beruflichen Laufbahn widmet sich Bleckmann erneut seinen künstlerischen Ambitionen. Durch Reisen inspiriert, greift er Landschafts- und Städtethemen aus dem Süden und Norden auf. Gleichermaßen zieht ihn die Nordseeküste mit ihren Dünenlandschaften in ihren Bann. Sicherlich nicht zuletzt bedingt durch seine Kriegserlebnisse brechen bis zu seinem Tod am 15. Januar 1995 immer wieder aber auch Themen durch, die Ur- oder Lebensängste zum Ausdruck bringen.

 

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 9. Februar im Foyer des Detmolder Sommertheaters montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr sowie eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Der Eintritt ist frei.