Freitag, 28. Oktober 2022, 19.30 Uhr

Astor Piazolla: Zwischen Rebellion und Melancholie – Ein Konzert zum 100. Geburtstag des Komponisten

„trio con abbandono“

 

Er ist eine Vereinbarung von Gegensätzen – der Tango. Feurig und leidenschaftlich, aber auch traurig und sentimental. Als Astor Piazzolla (1921–1991) den erotisch aufgeladenen Tanz mit Jazz-Elementen und Avantgarde-Techniken verbindet, die traditionellen Elemente des Tango Argentino mit Anleihen aus der Neuen Musik des 20. Jahrhunderts vereint, tritt sein „Tango Nuevo“ einen Siegeszug auf den Konzertpodien der Welt an, der bis heute anhält. Einen ganz eigenen Zugang zu diesen Tango-Juwelen Piazollas hat das „Trio con Abbandono“ mit Beate Funk, Anne-Lise Atrsaie und Claudia Quakernack sich erschlossen: Klarinette, Violoncello und Akkordeon ergeben eine vertraute und doch verblüffend neue Klang-Melange.

Oft hat Piazzolla den Bezug zur europäischen Tradition gesucht, nicht zuletzt in seiner Vivaldi-Hommage „Las Cuatro Estaciones Porteñas“. Die modernen „Vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ atmen in jedem Takt nicht nur technische Meisterschaft, sondern auch jene erfrischende Freiheit, die Piazzollas Musik für die drei Musikerinnen so attraktiv macht. Von sinnlicher Kaschemmen-Aura über das Sentiment des Kinoklangs bis zum tänzerisch wilden Übermut reicht die Palette ihrer Piazzolla-Huldigung. Alles – nomen est omen – gespielt mit echter Hingabe: „con abbandono“!                                                       zurück